Hotel 2.0
Hotel 2.0 - So könnte ein Hotel nach Corona aussehen

Was Sie nun unbedingt ändern sollten und warum Content jetzt erst recht „King“ ist?

Momentan passieren in der öffentlichen Debatte in Deutschland vor allem zwei Dinge: Es wird zum einen immer deutlicher darüber diskutiert, dass die wirtschaftlichen Schäden, die durch die umfangreichen Schutzmaßnahmen entstehen, nicht viel länger als bis nach Ostern akzeptiert werden können. Dem stimmen auch die führenden Virologen zu. Diese sind es auch, die zweitens jetzt Szenarien für die Zeit nach dem Shutdown entwickeln. Und dabei scheint klar: Ein schnelles Zurück zur Normalität wird es nicht geben. Vielmehr sieht alles nach einer stufenweisen Lockerung der Restriktionen aus. In einem vertraulichen Strategiepapier des Innenministeriums, dass bereits durchsickerte, wird diese Ansicht bestärkt und das positive Szenario mit dem Namen „Hammer and Dance“ erläutert. Nach der Phase des Holzhammers mit diversen Einschränkungen, könnte nach etwa 6 Wochen in eine "Dance"-Phase übergegangen werden: Schulen würden wieder öffnen, die Infektion würde durch intensives Testen, Nachverfolgung von Kontakten und Isolation kontrolliert werden. Vor allem jüngere Menschen können dann ihren Alltag weitestgehend wieder aufnehmen. Professor Alexander Kekulé von der Universität Halle geht zudem davon aus, dass Grenzen vorerst geschlossen bleiben, um die Zureise von Erkrankten aus anderen Ländern zu verhindern. Das Wichtigste ist jedoch die Ankündigung von Kekulé, Drosten und ihren Kollegen, dass Social Distancing und Sicherheitsvorkehrungen uns noch über Monate lang erhalten bleiben werden. Das Tragen von Atemmasken soll dann für alle zur Normalität werden, ebenso die intensive Hygiene-Etikette und der Verzicht auf größere Menschenansammlungen.

 

Was bedeutet das nun für Hotels?

Für Hoteliers bedeutet all das natürlich, dass die Menschen ihren Urlaub größtenteils in Deutschland verbringen werden, was erst einmal positiv zu bewerten ist. Es bedeutet aber auch, dass die Übernachtungsgäste noch für lange Zeit in Bezug auf die Ansteckungsgefahr am Urlaubsort sensibilisiert sein werden. Im Zweifel werden sie eher das Hotel buchen, das sie glaubwürdig darüber aufklärt, dass es bestimmte Sicherheitsstandards einhält. In diesem Zusammenhang stellen sich nun zwei Fragen:

  1. Was muss ich in meinem Hotel verändern, um dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis meiner Gäste gerecht zu werden?

  2. Wie kann ich meine ergriffenen Maßnahmen an meine Gäste kommunizieren?

Zur Beantwortung der ersten Frage haben wir Ansatzpunkte gesammelt, mit denen Sie sich in den nächsten Tagen und Wochen befassen sollten. Wir erheben hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind offen für zusätzliche Anregungen, die wir dann gern an dieser Stelle teilen. Bei der Antwort zur zweiten Frage dreht sich alles um das Stichwort Content-Marketing. Auch hier finden Sie im Folgenden einige mögliche Ansatzpunkte.

 

Ansatzpunkte für neue Sicherheitsstandard nach Corona

  • Rezeption:

    • Verzicht auf Barzahlungen: Übergang zu idealerweise kontaktlosen Zahlungsmitteln
    • Anpassung von Check-In & Check-Out Prozessen: Reduktion von menschlichem Kontakt z.B. über Automaten. Der Vorteil ist hierbei, dass zusätzlich auch die Möglichkeit einer Zeitersparnis für Mitarbeiter und Gäste entsteht.
    • Umbau der Rezeption: Ergänzung von Plexiglasscheiben analog zu Supermarktkassen und Ergänzung von Desinfektionsmitteln im Eingangsbereich.

  • Öffentliche Bereiche:

    • Kontaktpunkte reduzieren: automatische Türen, Toilettenspülungen und Wasserhähne, Einsatz von Einwegtüchern etc.
    • Bereitstellung von Desinfektionsmitteln: In regelmäßigen Abständen sollten im gesamten Hotel kontaktlose Desinfektionsmittelspender zu finden sein.
    • Verstärkte Reinigung: Speziell abgestellte Mitarbeiter sollten mehrmals täglich Türklinken, Aufzüge, Liegen, Handläufe, Umkleiden etc. desinfizieren.

  • Zimmer:

    • Erweiterung der Pflegeprodukte in den Bädern: z.B. durch Desinfektionsmittel und Mundschutzmasken
    • Verstärkte Digitalisierung der Zimmer: Mittel- bis Langfristig sollte z.B. Sprachsteuerung von TV, Licht etc. in den Zimmern nachgedacht werden.
    • Kompletter Umstieg auf Zimmerkarten: Wichtig ist dabei, dass sich diese gut reinigen lassen. Wir wissen von einigen unserer Kunden, dass gerade die klassischen Schlüssel bei vielen Gästen z.B. aufgrund der Individualität sehr beliebt sind. Gerade verzierte Schlüssel aus einem empfindlichen Material lassen sich möglichweise jedoch schlechter säubern.
    • Anpassung der Zimmerreinigung: Reinigung der Zimmer bei kürzen Aufenthalten nur bei Abreise. So schützen Sie Ihre Mitarbeiter und gleichzeitig die Umwelt (z.B. durch weniger Handtuchwechsel).

  • Restaurant:

    • Verzicht auf Buffets: Übergang zu Menüs und a la carte Service  
    • Größerer Abstand der Tische: Einhaltung von 1,5 m Abstand. Der positive Nebeneffekt für die Gäste ist mehr Privatsphäre.
    • Stärkerer Fokus auf Gastronomie unter freiem Himmel: Setzen Sie den Fokus auf die Gesundheit, denn frische Luft tut jedem gut.
    • Anpassung der Reinigung: beispielsweise Reinigung der Tische mit einem Mikrodampfgerät

  • Tagungen & Veranstaltungen:

    • Anpassung der Pausen-Snacks: z. B. reichen von Kuchenstücken auf einzelnen Tellern
    • Änderung der Bestuhlungsmöglichkeiten: Mehr Abstand
    • Umstellung des Angebots: Fokus auf kleinere Gruppen, Lieferungen außer Haus, Tagen im Grünen

  • Ausstattung der Mitarbeiter:

    • Einführung neuer Elemente bei der Arbeitskleidung: Mundschutz und Handschuhe
    • Zusätzliche Arbeitsmittel: kleines Handinfektionsgel für die Tasche

Denken Sie bei allen Maßnahmen immer daran, dass es nicht nur Ihre Gäste schützt, sondern auch Ihre Mitarbeiter und diese sind gerade im Dienstleistungsbereich Ihr wertvollstes Gut.

 

Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren – Content ist jetzt erst recht „King“

Bedenken Sie noch einmal: Im Zweifel werden sie eher das Hotel buchen, das sie glaubwürdig darüber aufklärt, dass es bestimmte Sicherheitsstandards einhält. An dieser Stelle kommt nun das Thema „Content Marketing“ ins Spiel. Mit der Aussage „Content is King!“ stellte Bill Gates schon im Jahre 1996 heraus, welche enorme Bedeutung Inhalte im Web haben. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Ganz im Gegenteil: Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, ist Content wichtiger denn je. Grundsätzlich versteht man unter Content alles, was im Internet im Sinne von Gehalt und Inhalt geteilt wird, also jegliche Text-, Bild-, Audio- und Videodaten. Das Content Marketing wiederum ist ein Marketingansatz, der zum Ziel hat, die Nutzer mit hochwertigen Inhalten anzusprechen und zu überzeugen, anstatt plumpe Werbung zu schalten. Und genau das ist es, worauf es aktuell ankommt. Um den entscheidenden Zeitpunkt nicht zu verpassen, sollten Sie bereits jetzt damit beginnen, hilfreichen und interessanten Content für Ihre bestehenden und zukünftigen Gäste zu schaffen. So verdeutlichen Sie, welche Schutzmaßnahmen Sie ergriffen haben und wie Sie sich um die Gesundheit Ihrer Gäste sowie Mitarbeiter sorgen. Erstellen Sie Blogbeiträge, Videobotschaften oder Bilderserien, die Sie anschließend über Ihre sozialen Kanäle, die eigene Hotelwebsite und den Newsletter teilen. Gegenstand können alle oben aufgeführten Ansatzpunkte für neue Sicherheitsstandards nach Corona sein. Der Kreativität sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt, solange die Authentizität erhalten bleibt. Die Liste der Möglichkeiten ist unendlich, hier aber gern einige Beispiele als Anregung:

  • Videos:

    • Botschaft des Direktors zu den Schutzmaßnahmen
    • Video-Serie, die in kurzen Einheiten zeigt, welche Maßnahmen Sie derzeit ergreifen

  • Bilder:

    • Zeigen Sie in einem Bild wie Sie auch Ihrer Restaurantterrasse, die Tische mit einem Maßband im Abstand von 1,5 m neu ausrichten.
    • Halten Sie Ihre Vorfreude auf die Zeit nach Corona bildlich fest.
    • Nehmen Sie alle Dinge auf, die Sie zum Schutz Ihrer Gäste und Mitarbeiter einführen.
    • Erstellen Sie Bildcollagen oder Bilderserien.

  • Texte:

    • Blogbeitrag (kombiniert mit Bildern), der einen Blick hinter die Kulissen gewährt und zeigt, wie Sie sich auf die Zeit nach Corona vorbereiten.
    • Stellen Sie Ihre neuen Alternativen zum Buffet vor, integrieren Sie ggf. eine neue Speisekarte.

 

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