Allfacebook Conference

12. Mai 2017   |   Sophie Döde   |   Social Media Marketing

 

Allfacebook Marketing Conference #AFBMC 2017 in München

Auch dieses Jahr waren das Programm und das Aufgebot der Speaker und Talks auf der #AFBMC vielversprechend. Social Media Begeisterte, Influencer und Online Marketer versammelten sich am 14. März im ICM der Messe München, um sich voll und ganz dem Thema Social Media Marketing zu widmen. Wie schon in den AFBMC Konferenzen zuvor, gab es auch dieses Mal wieder kostenfreie Jutebeutel mit Aufschriften wie: „Yes Mom, my Job is Facebook.“ Ganze 700 Teilnehmer wurden von den AllFacebook Gründern Philipp Roth und Jens Wiese, mit der Begrüßung „#700 Nerds – endlich normale Leute“ empfangen: 1 Tag, 3 Bühnen, 30+ Speaker, 20+ Keynotes, 600+ Teilnehmer...100% Social Media Marketing!

Bei diesem Aufgebot an Talks war es kein Leichtes, sich für einen der jeweils drei parallellaufenden Talks zu entscheiden. Letztendlich haben sich die folgenden Talks gegen die Konkurrenz durchgesetzt, von denen ich im Folgenden auf 3 im Besonderen eingehen möchte:

  • WHAT´S NEXT? FACEBOOK NOW AND THEN
  • SEXY, SINNLICH, SOCIAL: CONTENT WECKT KULT AUS DORNRÖSCHENSCHLAF
  • FACEBOOK VERSUS INSTAGRAM BEI TUI – EFFEKTE IM VERGLEICH
  • MERCEDES-BENZ: TOOL TIME – MEHR MERCEDES-BENZ POWER IN DER GLOBALEN SOCIAL MEDIA MARKENSTEUERUNG
  • BIG MAC TV – FACEBOOK LIVE ALS SOCIAL MEDIA EVENT
  • „SMART LEGAL RISKS“ – INTELLIGENTE STRATEGIEN UND HAFTUNGSVERMEIDUNG
  • INSTAGRAM & SNAPCHAT STRATEGISCHE BESPIELE AM BEISPIEL DES FC BAYERN MÜNCHEN
  • KREATIV AUF INSTAGRAM – NEUE TOOLS UND MÖGLICHKEITEN FÜR UNTERNEHMEN UND DIE COMMUNITY
  • MAKE SOCIAL GREAT AGAIN!

 

Talk 1

WHAT´S NEXT? FACEBOOK NOW AND THEN

Los ging es mit einer Präsentation des Geschäftsführers der Agentur Brandpunkt, Andreas Bersch, der über die zeitgemäße digitale Markenkommunikation und ihre Zukunft sprach. Zunächst ging er auf Learnings der letzten Jahre ein:  

  • Facebook Pages sind keine Websites und sollten auch nicht so bespielt werden
  • Facebook sollte nicht als Push Medium verwendet werden
  • Content sollte als „Snackable Content“ aufbereitet werden

Für die Zukunft empfiehlt Andreas Bersch zum Thema Content den Nutzer zur richtigen Zeit mit dem richtigen Inhalt auf dem richtigen Kanal mit dem richtigen Format zu erreichen, um so den Ansprüchen der Nutzer gerecht zu werden. Dabei baut er auf „New Content“, der den einzelnen Nutzer in den Mittelpunkt setzt und zu 100% auf diesen ausgerichtet wird. Influencer Marketing ist nach Herrn Bersch der neue Player der digitalen Markenkommunikation und sie sind Media Marken, die sich zum Großteil selbst vermarkten. Er empfiehlt Influencer nicht wie Banner zu buchen, sondern auf langfristige Blogger Relations mit dem Großteil der Influencer zu setzen, die noch „under paid“ sind, anstatt auf die wenigen „over paid“ Influencer zu setzen. Dabei entsteht der ROI durch die Qualität des Contents.

Sein Fazit: Influencer Relations schlägt den ROI von Influencer Marketing.

Drei Empfehlungen für Marken:

  • Werdet den Ansprüchen der Nutzer gerecht
  • Handelt in Content Reach
  • Geht noch 2017 in Influencer Relations

 

Talk 2

SEXY, SINNLICH, SOCIAL: CONTENT WECKT KULT AUS DORNRÖSCHENSCHLAF

Weiter ging es mit der Präsentation von Robert Seeger, Elisabeth Seiser und Judith Richter der Dessous-Marke PALMERS mit dem Titel „Sexy, sinnlich, social: Content weckt Kult aus Dornröschenschlaf“. Dabei wurde auf die Content Entwicklung bei PALMERS im Laufe der Zeit berichtet und die Frage diskutiert: Muss man sich als Marke von Facebook Nutzern alles bieten lassen? Welcher Content ist spannend? Was will die Zielgruppe sehen? Wie schaffe ich es mich von anderen abzuheben? Wie funktioniert Instant Content? Die klare Message des Vortrags lautete „be someone´s lover, not everybody´s darling“. Eine Marke sollte diejenigen ansprechen, die sich wirklich für sie interessieren und muss nicht jedem gefallen.

Als kleiner Tipp wurde den Konferenzteilnehmern empfohlen, Videos mit Über- und Untertiteln zu veröffentlichen. Da ein Großteil der mobilen Facebook User ihr Smartphone auf stumm gestellt haben und somit den Ton des Videos eher selten hören, wird dazu geraten, die Reichweite der Video Beiträge durch Über- und Untertitel zu pushen.

Die Strategie von Palmers basiert auf den Eigenschaften:

  • Mutig: Mut zur Lücke, denn PALMERS ist nicht auf Snapchat – Mut, nicht allen zu gefallen
  • Gelassen: Man kann es nicht allen recht machen und muss nicht jede Kritik persönlich nehmen
  • Streng: Bei Fragen & Anliegen zeigen wir uns von der besten Seite | Trollern & Wichtigtuern zeigen wir die kalte Schulter | Krachmachern zeigen wir die Tür
  • Vielfältig: Social Sperm Strategy „Es lebe die Vielfalt, das Experiment und die Promiskuität“
  • Berechnend: Business Relevant Reach
  • Sichtbar: Context Created Content | Der perfekte Clip: (Attention – Retention – Share – Sale)
  • Echt: Social Media ist wie ein BH

 

Talk 3

FACEBOOK VERSUS INSTAGRAM BEI TUI – EFFEKTE IM VERGLEICH

Im Talk der TUI mit Magnus Hüttenberend, Digital Communications bei der TUI Group, ging es mit einem zahlenintensiven Vortrag um Effekte bei der Schaltung von Werbung auf Facebook im Vergleich zur Schaltung von Werbung auf Facebook und Instagram. Wie von den meisten erwartet, hatte die Kombination aus Facebook Ad´s und Instagram Ad´s einen sehr positiven Effekt.

Laut der Studie von TUI wechseln Menschen bis zu 26 Mal das Gerät, bevor es zur Buchung einer Reise kommt. So versteht sich von selbst, dass die TUI diese Customer Journey auf sämtlichen Kanälen intensiv nutzt, um Buchungen zu generieren.

Mit der Case Study hat die TUI bewiesen, dass Social Media Kaufprozesse anstößt: 75% aller Social Media Nutzer haben mindestens einmal eine Reise aufgrund eines Posts gebucht und 12% aller TUI-Buchungen geht ein Social Media Kontakt voraus. Durch den Einsatz von Facebook Ad´s und Instagram Ad´s konnten insbesondere bei Paaren und einer jüngeren Zielgruppe besser Ergebnisse erzielt werden, als wenn die Werbung nur auf Facebook geschaltet worden ist.

Learnings:

  • Instagram sorgt für geringfügig höhere Reichweiten bei gleichem Budget und somit auch für niedrigere CPM´s, gleiches gilt für Video Views
  • Instagram ist Garant für hohe Engagementzahlen
  • Instagram ist Umsatztreiber, sowohl online als auch offline
  • Aber, die Nutzung von Instagram sorgt für keine besseren Brand KPI´s im Vergleich zur alleinigen Nutzung von Facebook.

Das Fazit des Talks: Social Media wirkt!

 

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Sophie Döde
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Über Sophie Döde

Sophie Döde ist seit 2013 bei Online Birds tätig. Bereits während Ihres Studiums im Bereich Tourismus-Management hat Sophie uns tatkräftig unterstützt. Seitdem sie ihr Studium erfolgreich absolviert hat, leitet Sophie den Bereich Social Media Marketing.

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